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15.05.2016, 12:03 Uhr | Stadt Zossen / Stadtverordnete Zossen
Offener Brief der Stadtverordneten der SVV Zossen an Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD)
zum Erhalt des Polizeireviers in Zossen
Sehr geehrter Herr Minister Schröter,

wie entsprechenden Medienberichten sowie Ihrer Antwort  auf eine diesbezügliche Anfrage eines Landtagsabgeordneten zu entnehmen ist, plant die brandenburgische Landesregierung, mit der Fertigstellung des Neubaus des Polizeireviers Ludwigsfelde sowohl den Wach- und Wechseldienst als auch die Kriminalpolizei vom Standort Zossen nach Ludwigsfelde zu verlagern.   Zudem werde nach wie vor nicht ausgeschlossen, dass sogar der bewährte Polizeistandort am Marktplatz in unmittelbarer Nachbarschaft zum Rathaus und zur Feuerwehr der Stadt   komplett aufgegeben wird.   Solche Pläne widersprechen eindeutig den von Ihnen als zuständiger Minister   gemachten Äußerungen sowohl gegenüber uns Stadtverordneten als auch gegenüber den Bürgern   im Vorfeld der Fertigstellung der   Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Wünsdorf.   So erklärten sie angesichts der Sicherheitsbedenken der Bürger, es werde ein entsprechendes Sicherheitskonzept erarbeitet, die Polizeipräsenz der jeweiligen Lage angepasst und das Polizeirevier erhalten. Die jetzigen Pläne stehen nicht nur im Widerspruch zu den von ihnen geweckten Hoffnungen, sondern senden ein völlig falsches Signal an das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung aus.

Bereits im Juli 2009 hat die Stadtverordnetenversammlung das Thema Erhalt der Polizeiwache  Zossen aufgegriffen und eine entsprechende Resolution einstimmig beschlossen. Schon damals forderten die   Stadtverordneten die Fraktionen im Landtag auf, sich für die Rücknahme   der Schließungspläne der Polizeiwache Zossen und gegen den weiteren Abbau von Polizeikräften ausgesprochen. Seither hat sich die Notwendigkeit für den Erhalt des kompletten Polizeireviers noch erhöht.

Auch wir, Zossens Stadtverordnete 2016,  fordern Sie als den für Sicherheit zuständigen Innenminister des Landes Brandenburg auf, bei Entscheidungen zur Zukunft des Polizeireviers Zossen sowohl alle entscheidenden Standortkomponenten als auch die durch die Präsenz der Erstaufnahmeeinrichtungen Wünsdorf veränderte Sicherheitslage zu berücksichtigen.   Außer der zu erwartenden Zahl von bis zu 1700  Bewohnern dieser Einrichtung wächst auch die Einwohnerzahl der Stadt Zossen und ihrer zehn Ortsteile als anerkanntes Mittelzentrum sowie der anderen, im Einzugsbereich des Polizeireviers Zossen liegenden Kommunen wie Blankenfelde-Mahlow, Rangsdorf und Mellensee. Das hiesige Polizeirevier hat schon jetzt die Verantwortung für mehr als 60 000 Bürger in der Region. Die für die Schließung von Wachen bzw. Revieren oft bemühte Begründung, die Bevölkerungszahl schrumpfe, trifft für Zossen definitiv nicht zu.   Das „nächstgelegene“   Polizeirevier in Ludwigsfelde ist immerhin mehr als   25 Kilometer entfernt, allein die Fahrtzeit beträgt rund 30 Minuten, nicht eingerechnet die langen Wartezeiten im Falle von Staus und geschlossenen Schranken am Bahnübergang Richtung Nächst Neuendorf. Ein Rückbau bzw. ein Auszug der Polizei aus dem gerade erst sanierten Gebäude wäre   kontraproduktiv und stößt nicht nur bei den Bürgern auf völliges Unverständnis.

Sehr geehrter Herr Minister, wir erwarten von Ihnen und der Landesregierung, dass in Anbetracht der vorliegenden Faktenlage die Zukunft des Polizeireviers Zossen neu bewertet wird und eine Schließung bzw. ein weiterer Rückbau endgültig zu den Akten gelegt wird.

Die Stadtverordneten der Stadtverordnetenversammlung Zossen
Quelle: Stadt Zossen
u.a.

Für die Fraktion Christlich Demokratische Union (CDU)
Thomas Blanke
Hermann Kühnapfel
Sven Reimer
Rainer Zurawski


 
Unterschriftensammlung für den Erhalt einer leistungsstarken Polizei am Standort Zossen

Quelle: www.zossen.de

Eine Unterschriftensammlung „Für den Erhalt einer leistungsstarken und wirklich handlungsfähigen Polizei am Standort der Polizeiwache Zossen“ ist in der Stadt Zossen angelaufen. Hintergrund ist der vom brandenburgischen Innenministerium  schon für Juli 2016 geplante Abzug des Wach- und Wechseldienstes  (Streifenwagen im täglichen 24-Stunden-Dienst) sowie der Kriminalpolizei aus dem Polizeirevier Zossen nach Ludwigsfelde. Darüber hinaus ist auch der Verbleib der fünf Revierpolizisten noch unklar.

Mit der Unterschriftensammlung werden Innenminister und Landesregierung des Landes Brandenburg sowie der Landtag aufgefordert, dieses Umzugsvorhaben aufzugeben und die Polizei vollständig im landeseigenen Gebäude in Zossen zu belassen. „Die Polizeiarbeit am Standort  Zossen funktioniert hervorragend, die Polizisten haben im landeseigenen Gebäude gute Arbeitsbedingungen und sind jederzeit für die Bürger erreichbar. Wegen der Nähe zum Bürger ist die Polizei immer gut über die Belange in den Kommunen und die Gefahrenlagen informiert“, heißt es in dem Anschreiben. Umzug sei wirtschaftlicher Unsinn, führe zu höheren Kosten und zerstöre eine sehr gut funktionierende Polizeistruktur, die für die Aufrechterhaltung der inneren Sicherheit bis jetzt eine gute Arbeit leistet. Und weiter: „Ich bin Wähler und ich habe eine Stimme:  für eine leistungsfähige Polizei in Zossen und gegen die, die den jetzigen Standort schließen wollen – auch bei der nächsten Landtagswahl!“

Die Unterschriftenlisten liegen im Bürgerbüro der Stadtverwaltung Zossen, Marktplatz 20, zu den Öffnungszeiten aus oder können hier heruntergeladen werden. Ausgefüllte Unterschriftenlisten sind bitte sofort zurückzusenden an Stadt Zossen, Marktplatz 20, 15806 Zossen oder im Bürgerbüro abzugeben. Das Plakat ist hier zu sehen.
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